Eine Bergwanderung auf den Watzmann. Dazu lud Vorsteher Dr. Michael Bartels die Gäste des diesjährigen Neujahrsempfangs ein. In schwindelerregender Höhe ging es step by step über den Grat – mit den Augen dem abgespielten Clip folgend. Eine Gratwanderung die in dieser Form nur wenige Menschen unternehmen, sich aber dennoch darin wiedererkennen. Denn jede*r Einzelne*r absolviert an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlichen Kontexten ganz eigene Gratwanderungen, z.B. wenn es darum geht, das Eine gegen das Andere abwägen zu müssen und eine Entscheidung zu treffen. Gratwanderungen finden auf vielen verschiedenen Ebenen statt. Auf individueller Ebene genauso, wie auf institutioneller als auch auf gesellschaftlicher. Dabei ist das Leben nicht als Gratwanderung per se zu verstehen. Die Gratwanderungen fordern uns vielmehr punktuell heraus, „sie prägen uns, sie lassen uns zugleich auch wachsen und bestimmen unsere Erinnerungen.“, wie Michael Bartels in seiner Ansprache ausführte. Dabei plädierte er dafür, den verschiedenen Ebenen im Kontext unserer Unternehmensgruppe ein passendes Narrativ zuzuordnen – Nächstenliebe und Lebensfelder bestellen, „d.h. eine Vision davon haben, wohin sich die Gesellschaft entwickeln kann und nicht nur auf Missstände und Defizite [zu] reagieren.“ Wie Michael Bartels erklärte, macht sich die UGPD damit anschlussfähig für eine „soziale Marktwirtschaft, die wirtschaftlichen Erfolg und soziale Sicherung in ein konstruktives Verhältnis zueinander setzt.“ Weiter führte er aus:
„Das Narrativ der Nächstenliebe […] ist in diesem Kontext also sozusagen ein `buttom-up-Wirkungsmuster`, eines das, von der Basis an spürbare Kräfte entfalten kann. Unser unternehmerischer Gestaltungsanspruch […] schafft einen tragfähigen Kontext für das Wirken der Einzelnen und signalisiert der Gesellschaft die Stärke konzeptioneller Entwicklungen professioneller Dienstleistungsangebote, die bedarfsgerecht weiterentwickelt werden und zur Vernetzung bzw. zur Integration in der Region beitragen. Wenn wir diese Narrative mit Leben erfüllen, dann sind und werden wir ein Baustein, vielleicht sogar eine tragende Säule für den Zusammenhalt auf der […] Ebene der Gesellschaft.“
Wie dieser Ansatz rein praktisch erlebbar ist, wurde mit zahlreichen Beispielen aus den Lebenswelten der UGPD verdeutlicht. Mitarbeitende die mit viel Herzblut jährlich ein bereichsübergreifendes integratives Sportfest organisieren. Mitarbeitende die alles daransetzen, dass die Speisenversorgung der Kunden sichergestellt wird. Mitarbeitende, die Umzüge eines ganzen Hauses vorbereiten und begleiten. Mitarbeitende, die mit großem logistischen Geschick Angebote trotz eingeschränkter Rahmenbedingungen aufrechterhalten. Die Reihe an Bespielen ließe sich problemlos fortführen. Für ihr Engagement wurden an diesem Abend sieben Teams/Einzelpersonen durch die UGPD geehrt. Ein Zeichen der Dankbarkeit. Ein Bekenntnis für die wertvolle Tätigkeit jedes*r Einzelne*n. Ein Statement an die Mitarbeitenden, das sie mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Wirken nicht nur gesehen, sondern auch geschätzt werden. Danke!
Dank gilt auch dem Vorsitzenden des Kuratoriums, Gerd Panknin, der in seiner Ansprache der UGPD symbolisch einen Schlüssel übergab, um neue Türe öffnen zu können. Als Zeichen der Verbundenheit und des guten Miteinanders, als Dank des gegenseitigen Vertrauens.
Ebenfalls möchten wir der Generaldirektorin der Diakonie Polen, Wanda Falk, danken, dass sie uns an diesem Abend einen Einblick in die diakonische Arbeit in Polen gegeben hat. Die Unternehmensgruppe pflegt enge Kontakte zu den polnischen Partnern, die sich neben des diakonischen Ursprungs unseres Tuns rein praktisch im gelebten Austausch wiederspiegeln.
Und darum ging es an diesem Abend – Austausch und Miteinander. Und den Blick nach vorn auf ein gemeinsames Jahr 2026.

















