Züssow, 16.10.2026 – Der Vorstand führt gemeinsam mit dem Förderverein „Kinder- und Jugendhospiz Leuchtturm e. V.“ Gespräche mit der Landesregierung, um ein stationäres Hospizangebot in Züssow zu etablieren. Da der Förderverein den ursprünglich in Stralsund geplanten Neubau nicht realisieren kann, bietet das Janczikowsky-Haus eine ideale Alternative. Eingebunden in die vielfältigen Angebote der Unternehmensgruppe Pommersche Diakonie und der Kirchengemeinde sind vor Ort hervorragende Voraussetzungen für das Vorhaben gegeben. Mit den Geschäftsbereichen pflegen, assistieren, NBS sowie der Pflegeschule an der Wirtschaftsakademie Nord bringt die Unternehmensgruppe bereits umfangreiche Kompetenzen mit, um dieses in Mecklenburg-Vorpommern einmalige Angebot erfolgreich zu konzipieren und zu begleiten.
Die Kosten für Sanierung und Umbau der Immobilie werden auf rund 4 Millionen Euro geschätzt. Geplant ist ein Angebot für zunächst acht Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre. Es soll ein Ort entstehen, der junge Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien einfühlsam begleitet, unterstützt und entlastet. Für den Betrieb der Einrichtung werden zudem 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Für die neue Nutzung als Kinder- und Jugendhospiz sind umfangreiche Bauarbeiten erforderlich. Dazu gehören die Erneuerung der rund 30 Jahre alten Haustechnik, eine Dachsanierung sowie die Überarbeitung von Fenstern und Türen. Die Grundrisse werden bedarfsgerecht angepasst, um Platz für Kinder- und Familienzimmer sowie Therapie- und Spielräume zu schaffen. Die Bäder werden barrierefrei gestaltet. Die Planung umfasst neben einem zweiten Aufzug, einer zusätzlichen Fluchttreppe, einem Deckenliftersystem auch Balkone an den Kinderzimmern. Zudem ist eine umfangreiche Neugestaltung der Außenanlagen vorgesehen – inklusive eines Spielplatzes, neuer PKW-Stellplätze und einer bedarfsgerechten Zuwegung zum Objekt. Darüber hinaus ist die konzeptionelle Einbindung des derzeit ungenutzten Brüderhauses möglich.
Zur Finanzierung der Maßnahme hat das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern Landesmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Förderverein Leuchtturm e. V. hat seine Bereitschaft signalisiert, sich ebenfalls an den Sanierungskosten zu beteiligen.
Für die Umsetzung sind weitere Abstimmungen mit dem Land und dem Leistungsträger erforderlich. Parallel werden die konzeptionellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Vorbereitungen fortgeführt. Vorgesehen ist, dass der Pommersche Diakonieverein e. V. (PDV) Eigentümer der Immobilie bleibt und gemeinsam mit dem Förderverein eine Gesellschaft gründet, die den Betrieb des Kinder- und Jugendhospizes übernimmt. Der PDV soll dabei 70 Prozent der Gesellschaftsanteile halten. Die konkrete Ausgestaltung der Träger- und Betreiberstruktur wird derzeit zwischen Kuratorium, Vorstand und Förderverein abgestimmt.
Das Kuratorium hatte sich bereits in seiner Sitzung am 30. Juni 2026 grundsätzlich mit dem Vorhaben befasst und seine Zustimmung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehören eine positive Positionierung des Leistungsträgers, die gesicherte Investitionsförderung und die Klärung der Refinanzierungsbedingungen.
Mit den in Aussicht gestellten Landesmitteln und dem angekündigten Beitrag des Fördervereins sind erste wichtige Schritte erreicht. Zugleich gilt es, die noch offenen Fragen zu klären, damit das Vorhaben auf einer tragfähigen wirtschaftlichen und rechtlichen Grundlage umgesetzt werden kann.