Pommersche Diakonie Für uns Mitarbeitende

Aktuelles

Die Teilnehmenden stellten sich verschiedenen sportlichen Herausforderungen und wuchsen dabei über sich hinaus. Besonders beim 800-Meter-Lauf zeigte sich großer Ehrgeiz: Trotz Seitenstichen wurde durchgehalten und bis ins Ziel gelaufen. Ein echter Gänsehautmoment entstand, als Schüler*innen der verschiedenen teilnehmenden Schulen die Läufer*innen mit kräftigem Applaus unterstützten.

Auch die Helfenden vom Kreissportbund begleiteten die Teilnehmenden wieder mit viel Respekt und Herz und unterstützte sie bei den einzelnen Disziplinen. Etwas schade war, dass die erbrachten Leistungen aufgrund des bestehenden Leistungskatalogs nicht für ein Sportabzeichen gewertet werden konnten. Daraus entstand einmal mehr der Wunsch nach einem „Sportabzeichen inklusiv“, das unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt und sportliche Leistungen für alle würdigt.

Unabhängig davon waren sich am Ende alle einig: Der Sportabzeichentag war wieder ein besonderes Erlebnis, das viel Freude gemacht hat.

Es ist ein besonderer Besuch. Der Dienst zur betrieblichen Inklusion ist in der Mensa des Studierendenwerks in der Friedrich-Loeffler-Straße zu Besuch. Dort sind drei Menschen tätig, die wir begleiten und unterstützen, ob auf ausgelagerten Arbeitsplätzen oder im Rahmen des Budgets für Arbeit. Drei Menschen, drei Arbeitsplätze, drei ganz unterschiedliche Wege in die Arbeitswelt. Und mittendrin und einer von den Dreien: Herr Zeip. Ein Mitarbeiter, für den die letzten Tage in der Mensa angebrochen sind.

Seit 2019 gehört er hier zum Team. Fast sieben Jahre voller Arbeit, Begegnungen, Routinen und vieler kleiner Geschichten, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Jetzt ist sein vorletzter Arbeitstag. Und irgendwie liegt an diesem Tag schon etwas in der Luft. Ein bisschen Aufregung. Ein bisschen Wehmut. Und auch Vorfreude. Denn die Kolleg*innen planen für seinen letzten Tag einen kleinen Abschied. Herr Grothmann, der Chef vor Ort, nimmt das Ganze mit Humor. Ganz unter Männern, kumpelig und mit einem Augenzwinkern, erzählt er, dass Herr Zeip eigentlich vorgehabt habe, „ihn (dienstlich) zu überleben“. Doch daraus wird nun nichts – zumindest nicht ganz: Der Chef bleibt noch ein halbes Jahr länger. Man merkt schnell: Hier geht jemand nicht einfach nur von einem Arbeitsplatz. Hier verabschiedet sich ein Mensch von einem Stück Alltag, das ihn über viele Jahre begleitet hat.
Aber: Es ist kein Abschied vom Arbeitsleben.

Aufgrund seines Alters steht ein Wechsel der Tätigkeit an. Künftig wird er wieder im Arbeitsbereich der Werkstatt tätig sein. Ein Teil seiner Aufgaben wird im hauswirtschaftlichen Bereich liegen, der Schwerpunkt aber im Montagebereich. Und das Besondere daran? Dort ist er keineswegs ein Fremder. Viele Jahre hat er bereits in diesem Bereich gearbeitet. Er kennt die Abläufe, die Arbeit – und vor allem viele der Menschen dort. Entsprechend groß ist die Freude auf das Wiedersehen. Ein neues Kapitel also. Mit einigen bekannten Seiten. Das zeigt, dass auch ein Wechsel nach vielen Jahren kein Rückschritt sein muss. Es kann vielmehr ein neuer, passender Schritt sein – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die eigenen Bedürfnisse.

Drei Menschen. Drei Geschichten. Drei unterschiedliche Wege.

Was sie verbindet, ist die Möglichkeit, ihren eigenen Platz in der Arbeitswelt zu finden. Und vielleicht ist genau das Inklusion: nicht für alle denselben Weg zu bauen, sondern unterschiedliche Wege möglich zu machen. Der Abschied in der Mensa fällt deshalb nicht leicht. Ein bisschen traurig sind sie schon, die Kolleg*innen. Und auch bei ihm ist die Wehmut spürbar. Aber da ist gleichzeitig dieses Lächeln. Denn hinter dem Abschied wartet schon etwas Neues. Neue Aufgaben. Alte Bekannte. Neue Routinen. Und vor allem die Gewissheit: Es geht weiter. Wir freuen uns über die vielen unterschiedlichen Wege, die berufliche Teilhabe möglich machen.

 Denn am Ende zählt nicht, dass alle denselben Weg gehen. Sondern dass jede*r den eigenen finden kann.

Bereits während der Hinfahrt war die Vorfreude der Teilnehmenden aus der Gärtnerei auf den gemeinsamen Ausflug deutlich spürbar. Nach einem kurzen Frühstücksstopp auf einer Raststätte erreichte die Gruppe gegen 10:30 Uhr das Ausstellungsgelände. Mithilfe eines Lageplans verschafften sich die Teilnehmenden zunächst einen Überblick über die zahlreichen Angebote und Ausstellungsbereiche. Anschließend erkundeten sie das weitläufige Gelände in kleinen Gruppen. So konnten die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Beschäftigten optimal berücksichtigt werden.

Besonders beeindruckend waren die riesigen modernen Traktoren und Erntemaschinen. Ein weiteres Highlight stellte der Besuch der Tierausstellung dar. Hier bot sich die Gelegenheit, Groß- und Kleinvieh aus nächster Nähe zu erleben. Für große Freude sorgten dabei vor allem die Möglichkeiten zum Streicheln einiger Tiere sowie die abwechslungsreichen Tiervorführungen.

Im Bereich Gartenbau und Grünflächenpflege standen der liebevoll gestaltete „MeLa-Garten“ mit regionalen Pflanzen und Obstsorten sowie moderne Gartentechnik im Mittelpunkt des Interesses. Gleichzeitig konnten die Besucher*innen auch historische Technik entdecken: So wurde mit einer Hand-Apfelpresse aus den 1950er-Jahren vor Ort naturbelassener Apfelsaft hergestellt.

Während eines gemeinsamen Mittagessens wurden die ersten Eindrücke und Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Nach einem abschließenden Rundgang traf sich die Gruppe gegen 15:00 Uhr zur Heimfahrt. Zwar waren alle Teilnehmenden am Ende des Tages etwas erschöpft, zugleich aber auch voller schöner Eindrücke und neuer Erfahrungen.

Die Bildungsfahrt zur MeLa war für alle Beteiligten ein rundum gelungener und erlebnisreicher Ausflug.
 

Unsere diakonische Arbeit blickt auf eine lange Tradition zurück, die bis in die Mitte des 19ten Jahrhunderts reicht und ihre Ursprünge in Stettin findet. Einige der Gebäude der ehemaligen Kückenmühler Anstalten finden sich noch immer entlang der Straßen Judyma, Chopina, Broniewskiego, Wiosny Ludów und Arkońska. Die meisten von ihnen sind leerstehend. Bauzäune sichern die Häuser vor unbefugtem Betreten. Ein teilweiser surrealer Anblick, der die mit den alten Bauten verbundene Geschichte nur erahnen lässt. 

Wir werden über das Gelände zu einer Führung mitgenommen und erhalten Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Anstalt. Kaum vorstellbar, dass es sich hier einst um eine Stadt in einer Stadt gehandelt hat, die durch eine eigene Infrastruktur, mit Krankenhaus, Schule, Wäscherei, Molkerei, Bäckerei, Küche und Kirche u.a., autark bis zu 1500 Menschen versorgt hat. Menschen mit Behinderung. Menschen, die in der Kückenmühle nicht nur versorgt sondern eine sinnstiftende Tätigkeit ermöglicht bekamen. 

In der NS-Zeit wurden die Kückenmühler Anstalten jedoch zu einem düsteren Ort der Kriegsgeschichte. Viele der dort lebenden Menschen fielen den Nationalsozialisten zum Opfern, die Anstalt teilweise durch Bombenangriffe zerstört. Ein dunkles Kapitel in deren Schuld wir bis heute stehen. Im Rahmen einer Andacht, die auf deutsch und polnisch in der auf dem Gelände befindenden St.-Kasimir-Kirche gehalten wurde, sowie anschließender Kranzniederlegung wurde den Opfern gedacht. 

Die evangelische Gemeinde Stettin lud im Anschluss in das Gemeindezentrum ein. Im Fokus stand hier der Einblick in das Wirken und die Bedeutung Dietrich Bonhoeffers für die theologische Arbeit. Bonhoeffer galt als Widerstandskämpfer des NS-Regimes, wofür er verhaftet und hingerichtet wurde. Noch aus dem Gefängnis heraus schrieb er das später vertonte Gedicht „Von den guten Mächten treu und still umgeben“, welches als tiefes Zeugnis von unerschütterlichem Gottvertrauen, Trost und Hoffnung steht.

Dieser Gedanke lässt sich heute bei den bereits teilweise aufwändig sanierten Gebäuden, die bereits mit Leben gefüllt wurden (u.a. findet sich hier eine Schule) auf dem Gelände der Kückenmühle wiederfinden. Wir nehmen die Hoffnung mit, auch weiterhin in der Tradition unserer diakonischen Arbeit, Menschen eine Perspektive ermöglichen zu können.    

Hochwasserschutz nimmt in unserer heutigen Zeit einen immer größeren Stellenwert ein. Gerade bei extremen Niederschlägen durch Gewitter ist es wichtig zu wissen, dass die Entwässerung gut funktioniert. Aus diesem Grund macht sich zweimal im Jahr eine Arbeitsgruppe der Garten- und Landschaftspflege der Greifenwerkstatt auf den Weg nach Anklam, um die dortigen Entwässerungsgräben zu mähen. Die Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Bodenverband „Untere Peene“ gibt es schon seit 2013. 

Zunächst werden mit dem Freischneider 2659m gemäht und im Anschluss wird die Sohle gekrautet. Diese Arbeit ist sehr anstrengend. Doch wie dabei die Arbeitsgruppe als Team zusammenwächst, ist großartig. Hat jemand Probleme, ist sofort ein anderer Kollegin oder Kollege da und hilft. Nicht ein Einzelner schafft diese Arbeit, sondern nur als Team kann diese bewerkstelligt werden. Bei jedem Graben, der fertig ist, merkt man den Stolz auf das Geschaffte bei jedem Beteiligten und die Anklamer können beruhigt sein, dass die Entwässerung funktioniert. 

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