Pommersche Diakonie Für uns Mitarbeitende

Aktuelles

Unsere diakonische Arbeit blickt auf eine lange Tradition zurück, die bis in die Mitte des 19ten Jahrhunderts reicht und ihre Ursprünge in Stettin findet. Einige der Gebäude der ehemaligen Kückenmühler Anstalten finden sich noch immer entlang der Straßen Judyma, Chopina, Broniewskiego, Wiosny Ludów und Arkońska. Die meisten von ihnen sind leerstehend. Bauzäune sichern die Häuser vor unbefugtem Betreten. Ein teilweiser surrealer Anblick, der die mit den alten Bauten verbundene Geschichte nur erahnen lässt. 

Wir werden über das Gelände zu einer Führung mitgenommen und erhalten Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Anstalt. Kaum vorstellbar, dass es sich hier einst um eine Stadt in einer Stadt gehandelt hat, die durch eine eigene Infrastruktur, mit Krankenhaus, Schule, Wäscherei, Molkerei, Bäckerei, Küche und Kirche u.a., autark bis zu 1500 Menschen versorgt hat. Menschen mit Behinderung. Menschen, die in der Kückenmühle nicht nur versorgt sondern eine sinnstiftende Tätigkeit ermöglicht bekamen. 

In der NS-Zeit wurden die Kückenmühler Anstalten jedoch zu einem düsteren Ort der Kriegsgeschichte. Viele der dort lebenden Menschen fielen den Nationalsozialisten zum Opfern, die Anstalt teilweise durch Bombenangriffe zerstört. Ein dunkles Kapitel in deren Schuld wir bis heute stehen. Im Rahmen einer Andacht, die auf deutsch und polnisch in der auf dem Gelände befindenden St.-Kasimir-Kirche gehalten wurde, sowie anschließender Kranzniederlegung wurde den Opfern gedacht. 

Die evangelische Gemeinde Stettin lud im Anschluss in das Gemeindezentrum ein. Im Fokus stand hier der Einblick in das Wirken und die Bedeutung Dietrich Bonhoeffers für die theologische Arbeit. Bonhoeffer galt als Widerstandskämpfer des NS-Regimes, wofür er verhaftet und hingerichtet wurde. Noch aus dem Gefängnis heraus schrieb er das später vertonte Gedicht „Von den guten Mächten treu und still umgeben“, welches als tiefes Zeugnis von unerschütterlichem Gottvertrauen, Trost und Hoffnung steht.

Dieser Gedanke lässt sich heute bei den bereits teilweise aufwändig sanierten Gebäuden, die bereits mit Leben gefüllt wurden (u.a. findet sich hier eine Schule) auf dem Gelände der Kückenmühle wiederfinden. Wir nehmen die Hoffnung mit, auch weiterhin in der Tradition unserer diakonischen Arbeit, Menschen eine Perspektive ermöglichen zu können.    

Hochwasserschutz nimmt in unserer heutigen Zeit einen immer größeren Stellenwert ein. Gerade bei extremen Niederschlägen durch Gewitter ist es wichtig zu wissen, dass die Entwässerung gut funktioniert. Aus diesem Grund macht sich zweimal im Jahr eine Arbeitsgruppe der Garten- und Landschaftspflege der Greifenwerkstatt auf den Weg nach Anklam, um die dortigen Entwässerungsgräben zu mähen. Die Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Bodenverband „Untere Peene“ gibt es schon seit 2013. 

Zunächst werden mit dem Freischneider 2659m gemäht und im Anschluss wird die Sohle gekrautet. Diese Arbeit ist sehr anstrengend. Doch wie dabei die Arbeitsgruppe als Team zusammenwächst, ist großartig. Hat jemand Probleme, ist sofort ein anderer Kollegin oder Kollege da und hilft. Nicht ein Einzelner schafft diese Arbeit, sondern nur als Team kann diese bewerkstelligt werden. Bei jedem Graben, der fertig ist, merkt man den Stolz auf das Geschaffte bei jedem Beteiligten und die Anklamer können beruhigt sein, dass die Entwässerung funktioniert. 

Wie fühlt es sich an, plötzlich in einer ganz anderen Arbeitswelt zu stehen? Beim bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel konnten Menschen aus Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes und Mitarbeitende der Greifenwerkstatt genau das erleben: Sie tauschten für einige Stunden ihren Arbeitsplatz und lernten die Aufgaben, Kolleginnen und Kollegen und den Arbeitsalltag der jeweils anderen Seite kennen.

Auch bei uns wurde in diesem Jahr fleißig gewechselt – und die Rückmeldungen waren durchweg begeistert.

Zwei Mitarbeiterinnen von REWE tauchten in der Keramikwerkstatt ein, bemalten Geschirr und konnten ganz praktisch erleben, was in diesem Arbeitsbereich entsteht. Zwei weitere Mitarbeiterinnen aus einem Greifswalder REWE-Markt unterstützten zur Mittagszeit das Team im Café Lichtblick – mitten im laufenden Mittagsgeschäft und während der Bayerischen Woche. Sie bedienten Gäste und servierten Speisen. Als besondere Überraschung kamen sogar ihre Chefs zum Mittagessen vorbei und begleiteten den Schichtwechsel auf ihre Weise.

In der Medienfabrik bekam Dr. Krüger aus der Personalabteilung des Studierendenwerks einen Einblick in die vielfältigen Angebote und Möglichkeiten. Beim T-Shirt-Druck legte er selbst Hand an. Seine Begeisterung war so groß, dass bereits erste Ideen für mögliche Kooperationen und Aufträge entstanden sind.

Besonders eindrucksvoll war der Schichtwechsel im Amtsgericht und Oberverwaltungsgericht Greifswald. Drei leistungsberechtigte Beschäftigte der Greifenwerkstatt – aus Lager und Logistik sowie dem Arbeitsbereich Kerzenatelier – konnten dort für einige Stunden in die Welt der Justiz eintauchen. Sie probierten selbst aus, was zum Arbeitsalltag von Justizbeamten gehört, besuchten einen Richter vom Oberverwaltungsgericht im Sitzungssaal und durften sogar in Robe Platz nehmen und einen Zeugenaufruf erleben. Gleichzeitig bekamen sie Einblicke in die vielen Tätigkeiten im Hintergrund, ohne die der Gerichtsalltag nicht funktionieren würde.

Begleitet wurde dieser besondere Schichtwechsel vom NDR. Denn der Aktionstag soll nicht nur Begegnungen ermöglichen, sondern auch sichtbar machen, wie selbstverständlich und bereichernd gemeinsames Arbeiten und gegenseitiges Kennenlernen sein können.

Genau das ist das Ziel der Greifenwerkstatt: Begegnungen schaffen, Türen öffnen und Menschen ermöglichen, die Arbeitswelt des jeweils anderen kennenzulernen. Viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Dienst zur betrieblichen Inklusion haben die Schichtwechsel begleitet und gemeinsam mit unseren Arbeitsbereichen dafür gesorgt, dass aus einem Aktionstag echte Begegnungen entstehen konnten.

Und der Schichtwechsel muss nicht auf einen einzigen Tag im Jahr begrenzt bleiben. Begegnung ist jederzeit möglich. Deshalb haben wir auch unsere neuen Kontakte eingeladen, den Perspektivwechsel fortzusetzen und die Greifenwerkstatt selbst kennenzulernen.

Weitere Schichtwechsel, unter Anderem mit dem Toom Baumarkt, der Sparkasse, der Uniklinik Greifswald und dem Meeresmuseum sind bereits für die kommenden Wochen und Monate geplant. Wir freuen uns darauf!

 

Und wer einen Einblick in unseren Schichtwechsel bekommen möchte: Der NDR hat uns begleitet. Der Beitrag ist in der NDR Mediathek zu sehen.

Wie schon seit einigen Jahren Tradition, waren wir auch zur diesjährigen Klausur der Führungskräfte der NBS zu Gast im Ferienland Salem am Kummerower See. Die Atmosphäre des Hauses und der Natur bieten viel Raum für einen intensiven gemeinsamen Austausch und das Erleben von gutem Zusammensein.

Am ersten Tag ging es um das Thema der großes Thema Kommunikation in unseren jeweiligen Führungsrollen und -aufgaben. Nach einer kurzen Einführung zum japanischen Ikigai haben wir in unterschiedlichen Gruppen unsere verschiedenen Rollen beleuchtet und geschaut, wie die einzelnen Zahnräder gut ineinander greifen. Danach ging es um die vorhandenen Kommunikationskanäle und welcher davon wie nutzbar ist. Am Ende entstand aus den erarbeiteten Ergebnissen mit Unterstützung von KI eine komplexe Rollen- und Kommunikationslandkarte mit deren Grundlage wir ins weitere Arbeiten gehen wollen.

Nach dem intensiven Austausch haben wir unsere Kommunikation praktisch an diversen Spielen mit Metaband, Kegeln und Kubb erprobt und den Abend gemütlich beim Grillen und gemeinsamen Lagerfeuer ausklingen lassen.

Der zweite Tag drehte sich um die Verbesserung der Zusammenarbeit mit unserem Leistungsträger dem örtlich zuständigen Jugendamt. Wo läuft es gut, wo hakt es und was wollen und können wir verbessern? Das waren die zentralen Fragen dieses spannenden Tages. Auch hier spielte die Kommunikation an vielen eine entscheidende Rolle und wir konnten ganz konkrete Ergebnisse herausarbeiten, die wir zeitnah in die Praxis umsetzen wollen.

Insgesamt freuen wir uns über zwei ereignisreiche Tage mit wunderbaren Kolleg*innen und vielen tollen Ergebnissen.
 

Am 24. September 2026 fand im Hotel Ostseeländer in Züssow die diesjährige Jubilarfeier der Greifenwerkstatt statt. Im Mittelpunkt standen die Beschäftigten, die bereits seit vielen Jahren im Unternehmen tätig sind und mit ihrem täglichen Engagement das Arbeitsleben in der Greifenwerkstatt mitgestalten.

Geehrt wurden Beschäftigte, die seit 10, 15, 20, 25, 30 oder sogar 35 Jahren im Unternehmen tätig sind. Als Zeichen der Anerkennung erhielten die Jubilarinnen und Jubilare eine Urkunde. Darüber hinaus hatten die Fachkräfte die Gelegenheit, persönliche Worte an die Geehrten zu richten und ihre Wertschätzung für deren Arbeit, Entwicklung und langjähriges Engagement öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Dabei wurde deutlich, dass hinter jedem Jubiläum eine ganz persönliche Geschichte steht.

Bei Kaffee und Kuchen gab es Zeit für Gespräche, gemeinsame Erinnerungen und Begegnungen. Für die musikalische Begleitung sorgte die Band Seeside. Mit bekannten Liedern wie „Über sieben Brücken musst du gehn“ trug sie zu einer festlichen und zugleich persönlichen Atmosphäre bei.

Auch die neuen Teilnehmenden im Eingangsverfahren wurden im Rahmen der Feier herzlich begrüßt und in der Greifenwerkstatt willkommen geheißen.

Vielen Dank an die geehrten Beschäftigten für ihre langjährige Verbundenheit mit der Greifenwerkstatt und für ihren persönlichen Beitrag.

 

Unsere nächsten Veranstaltungen

Ernte-Dank-Buffet im Hotel Ostseeländer Züssow | Hotel "Ostseeländer"
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