ICF Multiplikatorenschulung 2026 in Hannover

Vom 9. bis 12. Februar 2026 trafen sich in Hannover 23 engagierte Kolleginnen und Kollegen aus 13 Berufsbildungswerken zur diesjährigen ICF Multiplikatorenschulung.

Die vier Tage waren geprägt von einer offenen, motivierenden Lernatmosphäre, in der sich alle aktiv eingebracht und gegenseitig unterstützt haben. Im Mittelpunkt stand ein verständlicher und praxisnaher Einstieg in die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Die Gruppe bekam einen klaren Überblick darüber, wie die ICF entstanden ist, welche gesetzlichen Grundlagen dahinterstehen und warum sie heute eine so wichtige Rolle im bio psycho sozialen Verständnis von Gesundheit spielt.

Ziel war es, die ICF als gemeinsame Sprache im Reha  und Teilhabekontext sicher anwenden und später im eigenen BBW weitergeben zu können. Die Schulung kombinierte Hintergrundwissen mit vielen praktischen Übungen. Dazu gehörten:
•    die Nutzung der ICF Skalen, um Ressourcen und Barrieren systematisch einzuschätzen
•    interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Basis eines gemeinsamen Verständnisses von Teilhabe
•    ICF basierte Förderplanung
•    Fallbeispiele, Übungen aus dem Alltag der BBW und Reflexion eigener Vorgehensweisen
So konnten die Teilnehmenden direkt ausprobieren, wie die ICF im Arbeitsalltag unterstützt und Orientierung gibt.

Die Schulung wurde von sechs erfahrenen Referent*innen gestaltet – allesamt langjährige ICF Multiplikator*innen. Mirko Feuerhahn und Verena Drescher aus den BBW Hannover, Birgit Heimann und Sünje Matzen aus dem BBW Husum, Anja Schneider aus dem BBW Greifswald und Maren Dierlamm aus dem BBW Waiblingen. Sie gaben nicht nur ihr umfangreiches Wissen und ihre Praxiserfahrungen weiter, sondern vermittelten auch die Haltung, die mit der ICF verbunden ist: ressourcenorientiert, respektvoll, teilhabeorientiert und immer mit dem Blick auf die individuellen Stärken junger Menschen.

Ein großer Gewinn war der intensive Austausch untereinander. Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufsrollen brachten ihre Erfahrungen ein, diskutierten Praxisbeispiele und entwickelten gemeinsam neue Ideen für die Anwendung der ICF. Dabei wurde deutlich, wie wertvoll verschiedene Perspektiven sind, wenn es darum geht, eine gemeinsame Fachsprache weiterzuentwickeln.

Mit ihrem Engagement tragen die neuen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dazu bei, die ICF in den Berufsbildungswerken weiter zu verankern und die Qualität der Arbeit langfristig zu stärken. Unterstützt wird das durch die regelmäßigen Austauschformate der ICF Multiplikator*innen, in denen gemeinsam an der Weiterentwicklung der ICF Praxis gearbeitet wird.